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AfA Main-Kinzig
 

Links

Wahlen zum Parlament der EU im Mai 2019:

https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019/ergebnisse/bund-99.html

 

Landtagswahlen in Hessen am 28.10.2018

endg. Endergebnis:  

https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/landtagswahl

Infos bei wikipedia: 

 https://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Hessen_2018

Ergebnisse der Bundestagswahlen vom 24.9.2017:
https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/ergebnisse.html

Wahlergebnis in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis vom 24.9.17:
http://www.fr.de/rhein-main/bundestagswahl-frankfurt-rhein-main/landkreise/bundestagswahl-ergebnisse-gruene-in-hanau-und-main-kinzig-schwach-a-1355017

http://www.statistik-hessen.de/k2016/html/index.htm

endgültige Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hessen vom 06.03.2016

 

Homepage von Udo Bullmann 

Homepage des DGB Südosthessen

Homepage der AfA Bund: https://www3.spd.de/spd_organisationen/afa/

Homepage der AfA Hessen-Süd:

https://www.spdhessensued.de/gruppen/afa-die-arbeitsgemeinschaft-fuer-arbeitnehmerfragen/

 

Anträge/Beschlüsse der AfA-Bundeskonferenz April 2018 in Nürnberg:

https://afa.spd.de/fileadmin/afa/Antragsbuch_final.pdf

http://www.willy-brandt.de/

Homepage der Bundeskanzler Willy Brandt-Stiftung in Lübeck

http://www.seliger-gemeinde.de/

Seligergemeinde - Vereinigung der Sudetendeutschen Sozialdemokraten

https://www.mkk.de/landkreis/mkk_in_zahlen_1/mkk_in_zahlen.html

der Main-Kinzig-Kreis in Zahlen- Statistik

 

Termine

Alle Termine öffnen.

16.12.2019, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr Vorstandstreffen AfA Main Kinzig- parteiöffentlich
Themen: 1. Eröffnung und Begrüßung Hildegard 2. Ergänzung der Tagesordnung  3. Genehmigung de …

10.02.2020, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr „Wie sehen unsere Arbeitsplätze von morgen aus?“ mit Hubertus Heil
„Wie sehen unsere Arbeitsplätze von morgen aus?“ …

24.04.2020, 10:00 Uhr - 26.04.2020, 15:00 Uhr AfA-Bundeskonferenz
AfA-Bundeskonferenz mit Neuwahl des Vorstands Näheres folgt hier, sobald die Einladung vorliegt.

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Nachrichten zum Thema Anträge

 

AnträgeAnträge 2019 Postversorgung wieder in öffentl. Hand und Bürgerversg. auch für die Rente

Rückführung der Deutschen Post / DHL in die Öffentliche Hand!

 

Die Mitgliedervollversammlung der SPD Main-Kinzig möge folgenden Antrag der  Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Main-Kinzig beschließen:

 

Die SPD Bundestagsfraktion wird aufgefordert, durch eine Gesetzesinitiative die Privatisierung der Deutschen Post / DHL rückgängig zu machen und dem dauerhaften Missmanagement durch fachfremde Manager ein Ende zu bereiten.

Hilfsweise soll dieses Thema in das Wahlprogramm der SPD aufgenommen werden.

 

Begründung:

Seit der Privatisierung vor mehr als 20 Jahren wurden die Leistungen der Deutschen Post / DHL in einem schleichenden Verfahren immer weiter zurückgefahren.

  • Was einst zur Verbesserung der Leistungsstrukturen und Abkehr vom Berufsbeamtentum gedacht war, hat sich als arbeitnehmerfeindlicher und sozial unverträglicher Fehler herausgestellt, den es nun zu korrigieren gilt.

    Der einzige Nutzen der Privatisierung sind die Gehälter der obersten Führungsschicht, die ehemals im unteren 6-stelligen Bereich angesiedelt waren und mittlerweile im 1 – 2-stelligen Millionenbereich liegen

     
  • Die Deutsche Post ist mittlerweile in über 220 Länder weltweit tätig, investiert dort in Infrastruktur und Logistik, anstatt für eine vernünftige flächendeckende Versorgung in Deutschland zu sorgen
  • Eine flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen gehört unabdingbar zur Daseinsvorsorge.
  • Poststellen wurden geschlossen und durch schlecht ausgebildete Agenturen ersetzt, die teilweise auch nur einen eingeschränkten Leistungsumfang anbieten.
  • Mangels interessierter Einzelhandelsunternehmen bzw. fehlender Infrastruktur gelingt es der Post nicht die notwendige flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit den Postdienstleistungen sicher zu stellen!
  • Aus Kostengründen wurden die Zustellbezirke so vergrößert und die Zusteller mit zusätzlichen Aufgaben (Verteilen von Werbung!) so belastet, dass sie bei hohem Aufkommen den zugeteilten Bezirk nicht schaffen und die Zustellung um ein oder auch mehrere Tagen verschieben.
  • Teilweise erfolgt an manchen Tagen keine Zustellung mehr.
    Eine zeitnahe Zustellung ist jedoch sowohl für Industrie und Handel als auch für Privatkunden unabdingbar (z.B. wg. einzuhaltender Fristen!)
  • Aus Kostengründen werden Leistungen wie z.B. die Paketzustellung an Subunternehmer vergeben. Die jedoch vielfach diese Leistungen ebenfalls an Subunternehmer vergeben.
    • Dies führt zu Dumpinglöhnen, teils deutlich unter Mindestlohnniveau, die dann wieder auf Staatskosten aufgestockt werden (HARTZ IV).
    • Oder die Zusteller werden als „selbstständige“ Zusteller geführt, die häufig nicht mal in der Lage sind ihre Sozialversicherung zu bedienen.
    • Diese Paketzusteller kommen häufig aus Osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, Teils ohne Grundkenntnisse der Deutschen Sprache. Häufig ohne Kenntnisse der zu bedienenden Region.
    • Immer öfter wurden und werden Pakete ohne Zustellversuch direkt bei der Postagentur abgeladen. Die Abholscheine ebenfalls in der Agentur geschrieben und dann nur die Abholscheine an die Haushalte verteilt!
      Teils wurden sogar die Abholscheine nicht verteilt, was dann dazu führte, dass die Pakete an den Absender zurückgingen, da die Empfänger ja nicht wussten, dass sie ein Paket abholen können.

       
    • Insbesondere für ältere und behinderte Empfänger ist diese Zustell-Praxis mit unzumutbaren Belastungen verbunden.
       

Die AfA Main-Kinzig wird sich daher in Zukunft mit den Gewerkschaften dafür stark machen, dass diese für Menschen unwürdigen Beschäftigungsverhältnisse abgeschafft werden und durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ersetzt wird.

AfA MKK    März 2019

 

 

Veröffentlicht am 24.04.2019

 

AnträgeAnträge 2017: Gegen Missbrauch bei Sachgrundbefristungen

Antragsteller: AfA-Unterbezirk Main Kinzig

Gegen Rechtsmissbrauch bei Sachgrundbefristungen

Adressat: SPD-UB Main Kinzig am 29.4. 2017

Antrag: zur Weiterleitung/Vorlage an den SPD-Bezirksparteitag am 19./20.5.2017

Die SPD-Bundestagsfraktion  und der SPD-Parteivorstand werden aufgefordert, geeignete gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen sowie in das Regierungsprogramm 2017-2021  aufzunehmen, dass der sog. institutionelle Rechtsmissbrauch bei Sachgrundbefristungen im Sinne von § 14 Abs.1  TzBG künftig unterbleibt, insbesondere

  1. Die Zahl der möglichen Sachgrundbefristungen für denselben Arbeitnehmer  auf max. 5 Verträge zu beschränken
  2. Die Gesamtdauer auf max. 5 Jahre zu beschränken, wobei  Unterbrechungen bis max. 6 Monaten nicht als Unterbrechung im Rechtssinne  zählen
  3. Bei Verstoß gegen 1 oder 2) ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entsteht
  4. Dass vorangegangene Leiharbeitsverhältnisse jedenfalls dann bei  der Gesamtdauer mitzählen, wenn die Verleihfa. ein  Konzernunternehmen (mindestens zu 51%) war.

 Vorbeschäftigungszeiten im Entleihunternehmen aus nicht konzernangehörigen Verleihunternehmen oder auf Grund von Werk-/Dienstverträgen sind zur Hälfte anzurechnen, wenn die Beschäftigung mit derselben oder vergleichbarer Tätigkeit erfolgte.

Begründung: S. 2

Veröffentlicht am 01.06.2017

 

Anträge2016 haben wir 3 Anträge beschlossen

Zur Vorlage an die AfA-Bundeskonferenz im April 2016 haben wir folgende 3 Anträge beschlossen:

Themen: Schutz gegen Berufsunfähigkeit in der Rentenversicherung

Für einen Mindestlohn zum Leben

Für eine paritätische Finanzierung der Kranken- und Pflegevesicherung

 

Antragsteller: AfA-Unterbezirk Main Kinzig

Für Schutz gegen Berufsunfähigkeit

Adressat: AfA-Bundeskonferenz am 24.4.2016

Antrag: Die AfA-Bundeskonferenz fordert die SPD-Bundestagsfraktion und den SPD-Parteivorstand auf, gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, um in Deutschland wieder einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit in der Deutschen Rentenversicherung für alle Versicherten zu gewährleisten.

Die Finanzierung ist durch eine stufenweise Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung auf Einkommen bis 7000,- € br,/Monat mit paritätischen Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bis spätestens 1.1.2018 sicherzustellen.

Begründung:
 

In der Vergangenheit wurde in der Dt. Rentenversicherung der Berufsunfähigkeitsschutz im Jahre 2001 dergestalt „eingefroren“, dass lt. §  240 SGB VI nur noch Versicherte Berufsschutz haben, wenn sie bis zum Stichtag  2.Januar 1961 geboren wurden. Alle Nachgeborenen bestraft das Leben. D.h., dass gerade junge Eltern nach ihrer Ausbildung nahezu gezwungen sind, private Berufsunfähigkeitsversicherungen abzuschließen, um sich und ihre Familien gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Das wurde ein gigantisches Geschäft für die private Versicherungswirtschaft mit hohen Abschlusskosten für die Versicherten, die in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht anfielen.

Auch stellte das insoweit ein Abschied aus der paritätischen Beitragszahlung  in der Rentenversicherung dar, weil sich die Arbeitgeber an den Kosten einer privaten Versicherung nicht beteiligen müssen und diese die Arbeitnehmer allein tragen müssen.

Diese Ungleichheit muss  beseitigt werden, da sie durch nichts zu rechtfertigen ist.

 

Antragsteller: AfA-Unterbezirk Main Kinzig

Für einen Mindestlohn zum Leben

Adressat: AfA-Bundeskonferenz am 24.4.2016

Antrag: Die AfA- Bundeskonferenz fordert die SPD-Bundestagsfraktion und den SPD-Parteivorstand auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den gesetzlichen Mindestlohn  wie folgt auszubauen:

1) unverzügliche Erhöhung des Mindestlohns auf 12,- €/Stunde spätestens zum 1.1.2017

2) unverzügliche Beschränkung der Ausnahmen auf von der Ausbildungs-/Studienordnung vorgeschrieben  Schüler-/Studienpraktika bis maximal 3 Monate. Danach muss mindestens die tarifliche hilfsweise die ortsübliche Ausbildungsvergütung der jeweiligen Branche während des Praktikums gezahlt werden.

3) für Langzeitarbeitslose ( ein Jahr und mehr arbeitslos) maximal Absenkung auf 80% des Mindestlohns für maximal 3 Monate nach Einstellung

4) keine Anrechnung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und von Erschwerniszuschlägen wie die für Nacht-/ Sonn- und Feiertagsarbeit auf den Mindestlohn

Begründung:
Am 1.1.2015 trat das MiLoG in Kraft, wonach ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 €/Stunde galt. Es wurden jedoch ein unfangreicher Katalog von Ausnahmen in §§ 22 und 24  für Zeitungszusteller, Jugendliche u.a. aufgenommen, der in diesem Umfang nicht gerechtfertigt war. Die Ausnahme für Jugendliche unter 18 stellt wahrscheinlich sogar eine ungerechtfertigte Altersdikriminierung dar. Dieser Ausnahmekatalog muss auf das unbedingt notwendige Maß für Praktikanten und Langzeitarbeitslose zurückgeführt werden. Wenn ein Praktikant z.B. für das Fachabitur 3 Monate in einem Betrieb gearbeitet hat, leistet er danach mindestens dasselbe wie ein Auszubildender. Bisher ist hierzu nichts geregelt, sodass  die „Generation Praktikum“ für umsonst oder  auf Dumpingbasis arbeitet.

Der Höhe nach war bereits bei Inkraftreten der Lohn allenfalls für ledige Arbeitnehmer ohne Familie ausreichend, um das Existenzminimum abzudecken. Heute ist auch das nicht mehr der Fall:   § 850c ZPO legt für Ledige ohne Unterhaltspflichten das unpfändbare Einkommen auf 1080,- € netto/Monat fest. Die sog. Mindestlohnkommission muss spätesten zum 1.1.2017 den Mindestlohn auf 12,- €/Std. brutto (entspricht in St.Kl. 1 ca. € 1404,- netto)  anheben, um einen angemessenen Lohn zum Leben abzusichern.

Die Arbeitsgerichtsbarkeit hat bereits in einer umfangreichen Rechtsprechung entschieden, dass Weihnachts-/Urlaubsgeld und Erschwerniszuschläge nicht auf den Mindestlohn anzurechnen sind, da sie eine eigenständige Zweckbestimmung haben. Insoweit wird das umgesetzt, was bereits Rechtsprechung ist.

 

Antragsteller: AfA-Unterbezirk Main Kinzig

Für eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung

Adressat: AfA-Bundeskonferenz am 24.4.2016

Die AfA-Bundeskonferenz fordert die SPD-Bundestagsfraktion und den SPD-Parteivorstand auf, gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, um in Deutschland wieder eine paritätische Finanzierung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gewährleisten.

Die Finanzierung steigender Kosten ist bei Bedarf durch  Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in 2 Stufen (1.1.2017 und 1.1.2018)  auf Einkommen bis 7000,- € br,/Monat mit paritätischen prozentualen Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bis spätestens 1.1.2018 sicherzustellen.

Begründung:
 

In der Vergangenheit erfolgte 2011  in Deutschland der Abschied von der paritätischen Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung durch die Einführung eines Zusatzbeitrags allein für Arbeitnehmer (im Schnitt 1,1%), wenn den Kassen die Beitragseinnahmen zur Finanzierung der Leistungen nicht ausreichen. Der Arbeitgeberbeitrag wurde eingefroren.

Diese Ungleichheit muss  wieder beseitigt werden, da sie durch nichts gerechtfertigt ist.

Um die zu erwartenden steigenden Kosten in der Kranken-/Pflegeversicherung abzudecken, ist die Beitragsbemessungsgrenze bei Bedarf stufenweise auf € 7000,- brutto/Monat bis 1.1.2018 anzuheben.

Veröffentlicht am 24.03.2016

 

Anträge2015 wurden 3 Anträge beschlossen

1) gegen den Missbrauch von Subventionen

Antragsteller:  AfA- UB Main Kinzig

Antrag von der AfA Bezirkskonferenz Hessen-Süd am 14.11.2015 beschlossen.

Schluss mit missbräuchlichen Subventionen!

Die Adressaten werden aufgefordert, gesetzgeberische oder andere geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die missbräuchliche Inanspruchnahme von (Sach- oder Geld-) Subventionen der öffentlichen Hand durch Unternehmen zu unterbinden. Eine solche ist insbesondere anzunehmen,

  • wenn Arbeitsplätze an einer Stelle ab- und an anderer Stelle aufgebaut werden, wobei es nicht auf die Art der Arbeitsplätze (Produktion/Dienstleistung) ankommt. Hiervon kann nur abgesehen werden, wenn den Arbeitnehmern des bisherigen Standorts innerhalb desselben Bundeslandes ein zumutbarer Ersatzarbeitsplatz angeboten wird.
  • Wenn Arbeitsplätze geschaffen werden, deren Inhaber nicht mit den maßgeblichen Tarifentgelten der Branche  vergütet werden.
  • Wenn Arbeitsplätze des entstehenden/erweiterten Betriebs mit mehr als 5% Minijobs vergütet werden
  • Wenn Verstöße gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb abzusehen sind.
  • Wenn die zugesagte Zahl an Arbeitsplätzen nicht binnen eines Jahres nach Eröffnung/Erweiterung nachgewiesen ist.

Es muss sichergestellt werden, dass die Subventionen zurückzuzahlen sind, wenn eine der o.g. Voraussetzungen nicht eingehalten oder binnen 8 Jahren nach Erreichen die zugesagte Zahl an Arbeitsplätzen um mehr als 10% unterschritten wird. Die Rückzahlung der gezahlten Subventionen ist in dieser Zeit durch eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft insolvenzsicher zu garantieren.

Die o.g. Voraussetzungen müssen jährlich zum 31.12. durch Unterlagen nachgewiesen werden.

Begründung:
Fälle wie Nokia (Verlagerung nach Rumänien) oder jüngst J. Phillipp (von Hanau nach Berlin Hoppegarten) zeigen, wie einfach es ist, in der EU oder deutschlandweit hohe Millionen-Subventionen aus öffentlicher Hand für die angebliche Schaffung von Arbeitsplätzen zu kassieren, die anderweitig abgebaut werden, häufig auch noch begleitet von künstlich herbeigeführten Insolvenzen am bisherigen Standort, bei denen die Arbeitnehmerrechte auf der Strecke bleiben.

Kann man dies schon EU-weit nicht unterbinden, sollte ein solches Vorgehen jedenfalls innerhalb Deutschlands durch gesetzgeberische Maßnahmen in den der jeweiligen Subvention zu Grunde liegenden Regelungen unterbunden werden. Hierbei darf es keine Rolle spielen, ob die Subventionen indirekt von Banken in (z.T. oder ganz) öffentlicher Hand oder von öffentl.-rechtl. Trägern direkt geleistet werden. Auch darf es keine Rolle spielen, ob es sich um Sachsubventionen wie verbilligte Abgabe von Grundstücken, Steuererleichterungen oder Direktsubventionen handelt. Häufig spielen hierbei auch Lohndumping oder „Steuerverkürzung“ eine Rolle.

Empfehlung der Antragskommission: Annahme.
Angenommen. Zur Weiterleitung an die AfA Bundeskonferenz 2016

2) für ein Recht auf Homeoffice

Antragsteller: AfA-Unterbezirk Main Kinzig

Adressat: AfA-Bezirkskonferenz Hessen-Süd am 14.11.15 (Es wurde beschlossen, das dem AfA-Bundesvorstand als Material zuzuleiten.)

Antrag: Die Adressaten werden aufgefordert, gesetzgeberische Maßnahmen zu fordern, um in Deutschland ähnlich wie in den Niederlanden und vergleichbar zu § 8 TzBfG (Recht auf Teilzeit) einen Rechtsanspruch auf Home-Office Tage nach folgenden (Mindest-) Bedingungen zu gewährleisten:

  • mindestens 2 Tage/Woche in der Wohnung des Arbeitnehmers oder in einem am Wohnort angemieteten Büro
  • in Unternehmen mit mehr als 50 Arbeitnehmern
  • Vorrang für Arbeitnehmer mit pflegebedürftigen Angehörigen oder mit Kindern unter 12 Jahren
  • Mit Rechtsanspruch, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen
  • Wobei die Kosten für die Einrichtung und Unterhaltung des Arbeitsplatzes vom Arbeitgeber zu tragen sind.
  • Erreichbarkeit muss zeitlich im Rahmen des ArbZG begrenzt werden

Begründung:
In den Niederlanden trat am 1.Juli 2015 ein Gesetz in Kraft (vgl. Spiegelonline-Artikel vom 14.6.2015), das ähnlich wie in Deutschland bereits in § 8 Teilzeit-und BefristungsG für Teilzeit einen Rechtsanspruch auf Home-Office-Tage gewährt. Klar ist, dass das nur in solchen Unternehmen in Betracht kommt, wo das zur Erfüllung des Arbeitszweckes möglich ist, also wo keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Das dürften idR solche Unternehmen sein, die bereits Home-Office-Tage oder Telearbeit anbieten. In Deutschland liegt dieser Anteil erst bei ca. 12%, während es in den Niederlanden bereits jetzt 32% sind.

Die rechtliche Ausgestaltung kann entsprechend §§ 6 ff. TzBfG erfolgen.

Hierdurch würden folgende Vorteile entstehen:
- für Arbeitgeber:

  • Geringere Kosten für Büros und deren Ausstattung
  • u.U. bessere Kundennähe durch bessere Erreichbarkeit
  • erhöhte Produktivität

Für Arbeitnehmer:

  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Wegfall von Fahrkosten und Wegezeit
  • Weniger Störungen bei der Arbeit

Für den Fiskus: teilweiser Wegfall von Entfernungspauschalen

Für die Umwelt: weniger CO2-  u.a. Emissionen durch Verkehr und geringere Verkehrsbelastung für Anwohner

Mögliche Nachteile sind nicht zu verschweigen, können aber durch eine Betriebs-/Dienstvereinbarung oder einen Tarifvertrag geregelt werden:

  • Leistungsvorgaben orientieren sich am Ergebnis und nicht an der Arbeitszeit
  • Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen
  • Erfordert hohes Maß an Selbstorganisation
  • Schlechtere Einbindung der Arbeitnehmer in betriebliche Prozesse
  • Erfassung der Arbeitszeit muss gewährleistet sein.
  • Bezahlung und Konditionen evtl. Rufbereitschaft

Empfehlung der Antragskommission:
Weiterleitung an den AfA-Bundesvorstand mit der Bitte zu prüfen, wie im Rahmen der Diskussion um Industrie 4.0 und Dienstleistung 4.0 das Interesse von Beschäftigten an HomeOffice von der AfA vertreten werden kann.
Angenommen bei 2 Nein und 5 Enthaltungen.

3) für eine Neugestaltung der Zeugnisausgabetermine im 1. Halbjahr in Hessen (Überweisung an AfB beschlossen von der AfA-Bezirkskonferenz am 14.11.15)

Ausgabetermine der Schulhalbjahreszeugnisse anpassen (AfA Main-Kinzig)
Forderung:
Der Termin für die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse wird dahingehend flexibilisiert, dass die Dauer jedes Schulhalbjahres jeweils 18 bzw. 19 Unterrichtswochen umfasst.
Begründung:

Derzeit findet die Halbjahres-Zeugnis-Ausgabe jeweils am letzten Freitag im Januar eines Jahres statt. Durch die unterschiedlichen Anfangszeiten der Sommerferien kommt es in Hessen zu unterschiedlich langen Schulhalbjahren.
Das laufende Schuljahr ist hierfür beispielhaft:
1. Schulhalbjahr 2014/2015 = 17 Wochen
5 Wochen Herbst-, Weihnachtsferien = 12 Unterrichtswochen
2. Schulhalbjahr 2014/2015 = 25 Wochen
2 Wochen Weihnachts-, Osterferien = 23 Unterrichtswochen
1. Schulhalbjahr 2013/2014 = 18 Wochen
5 Wochen Herbst-, Weihnachtsferien = 13 Unterrichtswochen
2. Schulhalbjahr 2013/2014 = 25 Wochen
2 Wochen Weihnachts-, Osterferien = 23 Unterrichtswochen
Die unterschiedliche Dauer der Schulhalbjahre führt bei Schülerinnen und Schülern und bei ihren berufstätigen Eltern und Lehrkräften im jeweils ersten Schulhalbjahr zu Leistungsverdichtungen, insbesondere dann, wenn die Eltern in Einzelhandel, Logistik etc. tätig sind.
Auch die Regelung, dass ab Klasse 5 in jedem Halbjahr die gleiche Anzahl an Klausuren geschrieben werden muss, ( jeweils zwei Klausuren in den Hauptfächern und jeweils eine Klausur in den Nebenfächern, sorgt gerade in der Vorweihnachtszeit für erhebliche Mehrbelastungen und Stressfaktoren in Familien mit schulpflichtigen Kindern.
Empfehlung der Antragskommission: Überweisung an die AfB Hessen-Süd
Überweisung Angenommen.

 

Veröffentlicht am 19.11.2015

 

AnträgeAnträge der AfA UB Main Kinzig an die MV der SPD Main Kinzig 2014

Anträge der AfA  UB Main Kinzig an die MV des SPD Unterbeirks Main Kinzig 2014:

1) Beschänkung von Fristverträgen

2) Forderungen zur privaten Aus- und Weiterbildung

3) Werkverträge - Missbrauch stoppen!

4) Schluss mit der Ausbeutung der "Generation Praktikum"

5) Prüfung ausländischer berufl. Qualifikationen

Veröffentlicht am 13.02.2015