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auf unserer Klausur des AfA-Bundesvorstands haben wir uns entschieden
für den Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
ausgesprochen. Menschen, die über Jahrzehnte gearbeitet, Beiträge gezahlt
und damit unser Land getragen haben, dürfen nicht dafür bestraft werden,
dass sie nach einem langen Arbeitsleben früher in den Ruhestand gehen.
„Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat, hat
sich seine Rente verdient. Diese Menschen haben ihren Beitrag für unsere
Gesellschaft geleistet – viele von ihnen haben körperlich hart gearbeitet,
Schichtarbeit gemacht oder waren über Jahrzehnte besonderen Belastungen
ausgesetzt. Ihnen jetzt die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren
wegzunehmen, wäre ein falsches Signal und ein Wortbruch gegenüber
denjenigen, die sich darauf verlassen“, sagte unsere Vorsitzende, Cansel
Kiziltepe.
„Wir dürfen die Debatte über die Zukunft der Rente nicht auf eine Frage
reduzieren, wie Menschen länger arbeiten können. Entscheidend ist, dass
Menschen gesund und würdevoll durch ihr Arbeitsleben kommen und im
Alter von ihrer Rente auskömmlich leben können. Gute Arbeit, faire
Löhne und stabile Renten gehören zusammen.“
Als AfA fordern wir zugleich eine langfristig stabile Finanzierung der
gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu gehören gute Löhne, eine hohe
Tarifbindung und eine Erwerbstätigenversicherung. Alle zahlen in ein
System ein. Wer die Renten sichern will, muss dafür sorgen, dass die
Menschen während ihres Erwerbslebens gute und fair bezahlte Arbeit haben.
Cansel Kiziltepe: „Die gesetzliche Rente ist kein Almosen. Sie ist eine
Versicherung, in die Menschen jahrzehntelang eingezahlt haben. Darauf
muss Verlass sein. Wir stehen für einen Sozialstaat, der Leistung anerkennt
und Sicherheit gibt. Das muss auch im Alter gelten.“
Bundesvorstand der AfA traf sich zur Klausur in Berlin
Im Mittelpunkt der Beratungen am 14. und 15. August 2026 standen aktuelle
Fragen der Arbeits-, Sozial- und Gesundheitspolitik sowie die politische
Lage der SPD. Schwerpunkt war die geplante Gesundheitsreform. Dabei
wurden insbesondere die Herausforderungen im Gesundheitswesen, die
Situation der Krankenhäuser und die Personalsituation thematisiert. Ein
besonderer Fokus lag auf den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sowie
dem Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Besonders gefreut hat uns, dass Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminis
-ter a. D., an der Klausur teilnahm und uns ausführlich Rede und Antwort
stand. Gemeinsam wurden zentrale Fragen der Gesundheitsreform und die
zukünftige Ausrichtung der Gesundheitspolitik diskutiert.
Als weitere Gäste nahmen Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik
beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes, und Boris Velter,
Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und
Sozialdemokraten im Gesundheitswesen, an den Beratungen teil.
Weitere Schwerpunkte waren die Themen Arbeitszeit, Rente und die
aktuelle Lage der SPD. Zum Thema Rente wurde ein Antrag erarbeitet,
beraten und vom AfA-Bundesvorstand beschlossen. Auch zu den weiteren
Themen wurden Anträge beraten und zur Ausarbeitung und Konkretisierung
an unsere zuständigen Arbeitsgruppen überwiesen.
Die Klausur bildete eine wichtige Grundlage für die weitere politische
Arbeit der AfA und die Weiterentwicklung unserer Positionen in der
Arbeits-, Sozial- und Gesundheitspolitik.

Cansil Kiziltepe mit Karl Lauterbach bei der afa - Bundesklausur
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